Berufsbildungsbereich qualifiziert jetzt Handwerksgehilfen

Vier Träger der Behindertenhilfe aus der Region, unter anderem der Caritas-Verein Altenoythe e.V., erhielten gestern von der Handwerkskammer Oldenburg die Akkreditierung zur Qualifizierung junger Menschen zum Handwerksgehilfen in den Bereichen Holz und Metall. Teilnehmer der Berufsbildungsbereiche können nun am Ende ihrer zweijährigen Qualifikation eine offizielle Prüfung zum Handwerksgehilfen ablegen. Damit sollen neue Perspektiven für den Übergang auf den allgemeinen Arbeitsmarkt geschaffen werden.

Dieser Meilenstein in der Qualifizierung von Menschen mit Beeinträchtigung wurde gestern bei den Gemeinnützigen Werkstätten Oldenburg e.V. (GWO) in Sandkrug gefeiert. Neben der GWO und dem Caritas-Verein Altenoythe e.V. nahmen auch das Andreaswerk Vechta und der GPS Wilhelmshaven die Akkreditierungsurkunden in Empfang.

Die Besonderheit der neuen Qualifizierung liegt darin, dass die Teilnehmer der Berufsbildungsbereiche der betreffenden Werkstätten nun am Ende ihrer zweijährigen Ausbildung eine offizielle Prüfung zum Handwerksgehilfen ablegen können. Die Teilnehmer erhalten nach bestandener Prüfung ein von der Werkstatt und der Handwerkskammer ausgestelltes Zertifikat, aus dem ihre Qualifikation hervorgeht. Das neue Konzept wurde in enger Abstimmung zwischen den Werkstatträgern und der Handwerkskammer Oldenburg erarbeitet.

Das Zertifikat ist somit ein Leistungsnachweis, der es auch den Handwerksbetrieben ermöglicht, die Qualifikation der jungen Menschen besser einzuordnen. Damit wird ein wichtiger Schritt für mehr Inklusion auf dem ersten Arbeitsmarkt gemacht, da die Absolventen den Betrieben besser zeigen können, wo ihre Stärken liegen und in welchen Bereichen sie geschult worden sind. Ziel der Werkstattträger ist es, so mehr Übergänge auf den allgemeinen Arbeitsmarkt zu schaffen.

Bildquelle: Daniel Lüllmann (GWO)