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Gelingende Kommunikation

Projekt „Gelingende Kommunikation“

(Laufzeit: 2019 – 2022)

Ausgangssituation und Einbindung

Der Verbund „Die Vielfalter – Experten für Teilhabe“ hat 2019 mit finanzieller Unterstützung von Aktion Mensch das dreijährige Projekt „Gelingende Kommunikation“ begonnen. Acht Träger der Behindertenhilfe von Papenburg bis Osnabrück, von Nordhorn bis Vechta und Altenoythe haben in den vergangenen Jahren im Rahmen eines vom Land Niedersachsen geförderten Modellprojekts gemeinsame Standards zu „Gelingender Kommunikation“ entwickelt. Diese sind nicht nur für die ca. 16.000 Klienten und 6.600 Mitarbeitende von Bedeutung, sondern sie wirken auch in das Umfeld hinein. Es sind die ganz normalen kleinen Dinge, die zur Lebensqualität beitragen und im Alltag zählen: zum Bäcker gehen, Sport- und Freizeitangebote nutzen, ein Restaurant, eine Arztpraxis oder die Apotheke aufsuchen und Vieles mehr. Die Gesamtkoordination des Projekts erfolgt durch die Heilpädagogische Hilfe Bersenbrück unter Beteiligung von acht Trägern der Behindertenhilfe sowie einer Vertreterin des Werkstattrates der Regionalen Arbeitsgemeinschaft der Werkstätten.

Ziel der „Gelingenden Kommunikation“ ist es, Menschen mit kommunikativen Einschränkungen im Landkreis Cloppenburg, wozu nicht nur Menschen mit Behinderung, sondern zum Beispiel auch Menschen mit Migrationshintergrund oder Analphabeten gehören, eine hinreichende Verständigung, Orientierung und Informationsmöglichkeiten innerhalb ihres Sozialraums zu bieten. Denn Kommunikation ist eine wesentliche Voraussetzung, um am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen und die Informationsbeschaffung wiederum ist eine grundlegende Voraussetzung, um selbstbestimmt zu agieren.

Arbeitsgruppe GK des Caritas-Vereins Altenoythe

Im Rahmen dieses Projekts hat innerhalb des Caritas-Vereins Altenoythe zum 01.02.2019 die Arbeitsgruppe GK (Gelingende Kommunikation) zur Umsetzung der Standards in den Einrichtungen des Vereins sowie innerhalb des Sozialraums die Arbeit aufgenommen. Diese setzt sich zusammen aus dem Projektkoodinator Bernhard Hempen und den drei Projektbeauftragten Jana Gerlach (Bereich Wohnen; Wohnheim Raphael Altenoythe), Rike Mastall (Bereich Arbeit; Caritas-Werkstatt Cloppenburg) und Marion Wehr (Bereich Kinder/Jugend; Sophie-Scholl-Schule). Seit 2020 arbeitet zudem Irene Block mit in dem Projekt und übernimmt hier die Aufgabe der Information des Sozialraums.

Stand des Projekts

Zunächst wurden in drei Leuchtturmeinrichtungen des Caritas-Vereins unterschiedliche Maßnahmen, vom Einsatz elektronischer Kommunikations- und Informationssysteme über eine klare Raumbeschilderung und Entwicklung von Wegeleitsystemen unter dem Einsatz entsprechender Piktogramme bis zur Entwicklung von Informationsmaterialien und Formulare in Leichter Sprache, getestet und umgesetzt. Jede Leuchtturmeinrichtung entstammt einem anderen Fachbereich des Caritas-Vereins und bildet damit auch eine entsprechend andere Lebenswelt der Nutzer ab. So wurde für den Bereich Arbeit die Caritas-Werkstatt Cloppenburg, für den Bereich Wohnen das Wohnheim Raphael in Altenoythe und für den Bereich Kinder/Jugend die staatlich anerkannte Tagesbildungsstätte „Sophie-Scholl-Schule“ in Altenoythe als Leuchtturmeinrichtung gewählt. Mittlerweile profitieren bereits viele andere Einrichtungen des Caritas-Vereins von den Ergebnissen der Leuchtturmeinrichtungen, so dass beispielsweise zunehmend Beschilderungen mit Piktogrammen in den Häusern zu finden sind. Auch die Geschäftsstelle in Altenoythe erhält in den kommenden Wochen neue Türschilder.

Seit dem Beginn der Corona-Pandemie ist insbesondere die Erstellung von Materialien in Leichter Sprache von großer Bedeutung. So wurden verschiedene Informationsmaterialien entwickelt, die leicht verständlich geschrieben und begleitend mit Piktogrammen versehen sind, um beispielsweise die Hygienevorschriften und Abstandsregelungen zu erklären. Außerdem wurde während der Pandemie in der Werkstatt Cloppenburg die Videoreihe „Bleib gesund mit Klaus“ unter Berücksichtigung der Aspekte der „Gelingenden Kommunikation gedreht.

Voraussetzung für die Erstellung bzw. Aufbereitung von Informationen und Orientierungshilfen ist das entsprechende Fachwissen, welches sich die Projektmitarbeiter durch verschiedenste Schulungen in den vergangenen eineinhalb Jahren angeeignet haben und nun an die Kollegen sowie externe Interessenten aus dem Sozialraum weitergeben. So haben die Projektmitarbeiter verschiedene Schulung unter anderem in den Bereichen Metacom/Metasearch (Symbolsystem zur Unterstützen Kommunikation), Mebis (multimediales elektronisches barrierefreies Informationssystem), Unterstützte Kommunikation, Gebärden und Leichte Sprache besucht. Für eine flächendeckende Umsetzung innerhalb des Caritas-Vereins und des Sozialraumes werden gerade unterschiedlichste Grundlagenschulung geplant, um weitere Menschen zu befähigen, gelingend zu kommunizieren.

Nachdem in den Einrichtungen des Caritas-Vereins nun viele Erfahrungswerte und Kenntnisse gesammelt wurden, partizipiert mittlerweile auch der Sozialraum an dem Projekt. Aus diesem Grund ist seit 2020 auch Irene Block Teil der Arbeitsgruppe, die für die Vernetzung der Kooperationspartner sowie für die Bekanntmachung des Projektes innerhalb des Landkreises zuständig ist.

Wer Interesse daran hat, an dem Projekt „Gelingende Kommunikation“ teilzunehmen oder sich einfach ganz unverbindlich informieren möchte, dem steht Irene Block gern telefonisch unter 04491 / 93 87 899 oder per E-Mail an irene.block@caritas-altenoythe.de für weitere Informationen zur Verfügung.

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