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Gesamtwerkstattrat setzt Zeichen: Protesttag am 5. Mai

Die beiden Vorsitzenden des Gesamtwerkstattrates präsentieren das Plakat „Menschenrechte sind nicht verhandelbar! #Inklusion“

Menschenrechte sind nicht verhandelbar:
Europäischer Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung am 05.05.2026

Zu diesem Tag hat sich der Gesamtwerkstattrat des Caritas-Vereines-Altenoythe viele Gedanken gemacht und Aktionen organisiert.

Die Würde des Menschen ist unantastbar – und doch erleben Menschen mit Behinderung täglich, wie ihre Rechte übergangen, relativiert oder ignoriert werden. Genau deshalb gilt: Menschenrechte sind nicht verhandelbar. Für niemanden. Und erst recht nicht für Menschen, deren Teilhabe immer noch erkämpft werden muss.

Menschen mit Behinderung gehören weltweit zu den Gruppen, deren Rechte am häufigsten verletzt werden. Dabei ist die Rechtslage eindeutig: Die UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) verpflichtet Staaten seit 2006 dazu, volle, wirksame und gleichberechtigteTeilhabe zu garantieren. Doch zwischen Anspruch und Realität klafft eine Lücke.

Am 05.05.2026 – dem Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung – wird diese Lücke sichtbar. Er erinnert daran, dass Gleichberechtigung kein Geschenk ist, sondern ein Recht ist.

Der Gesamtwerkstattrat des Caritas-Vereins-Altenoythe hat diesen Tag in den einzelnen Werkstätten besonders in den Vordergrund gestellt. Alle Beschäftigten werden sich in der Gruppe mit dem Gruppenleitern Zeit nehmen, um über das Thema „Menschrechte“ zu sprechen. Auch ist Inklusion ein Menschenrecht Damit dieses wahr wird, müssen viele Hindernisse verschwinden. Besonders die Hindernisse in den Köpfen der Gesellschaft. Sie denken, dass viele Menschen mit Behinderung viele Sachen nicht können und immer Unterstützung brauchen. Die Gesellschaft muss lernen, so der Gesamtwerkstattrat, anders zu denken und Menschen mit Behinderung nicht ausgrenzen.

Es gibt noch viel zu tun, aber gemeinsam sind wir stark. Nur gemeinsam können wir Barrieren abbauen, Aufmerksamkeit schaffen und echte Verbesserung erreichen.


Film „Selbst-Vertretung ist nicht verhandelbar“

Die Werkstatträte Deutschland e.V. und seine Mitglieder veröffentlichen anlässlich des Protesttages einen Film, in dem sie ihre Meinung zum Thema Selbstvertretung mitteilen.

Im Film teilen Menschen aus Werkstätten ihre Meinung zum Thema Selbst-Vertretung mit:

  • warum Selbst-Vertretung so wichtig ist
  • warum sie gestärkt werden muss
  • und warum die Werkstätten-Mitwirkungsverordnung (WMVO)besser werden muss

Die Werkstatträte Deutschland e.V. fordert die konsequente Umsetzung der Werkstätten-Mitwirkungsverordnung (WMVO)!

Hier geht’s zum Film 🎬: https://www.youtube.com/watch?v=aXR4vc7ZWqk

Hintergrund des Films: Werkstatträte fordern echte Mitbestimmung

Zum „Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung“ am 5. Mai setzen Betroffene ein klares Zeichen: Menschen-Rechte sind nicht verhandelbar.

Wir sagen: Selbstvertretungs-Rechte ebenso wenig.

„Selbst-Vertretung ist nicht verhandelbar“ – so lautet die wichtige Botschaft eines Films, den Werkstatträte Deutschland e.V. und seine Mitglieder zum heutigen Protest-Tag veröffentlichen.

Selbst-Vertretung wird in Werkstätten vor allem durch Werkstatträte und Frauenbeauftragte ausgeübt. Sie setzen sich für die Interessen ihrer Kollegen und Kolleginnen ein.

Doch ihre Rechte werden noch immer zu oft missachtet oder nicht ausreichend ernst genommen.

Deshalb dieser Film: Er zeigt, warum Selbst-Vertretung so wichtig ist!

Werkstatträte und Werkstatt-Beschäftigte aus ganz Deutschland kommen zu Wort und sagen:

  • was Werkstätten ohne Selbst-Vertretung wären,
  • was Selbst-Vertretung für den Einzelnen bedeutet,
  • warum das Recht auf Selbst-Vertretung nicht verhandelbar ist,
  • warum Selbst-Vertretung gestärkt werden muss,
  • und weshalb die Werkstätten-Mitwirkungs-Verordnung (WMVO) verbessert werden sollte.

Sie machen deutlich: Mitbestimmung muss im Alltag spürbar sein. Es reicht nicht, wenn es sie nur auf dem Papier gibt. Werkstatträte fordern, gehört und ernst genommen zu werden.

Das heißt: Die Vorgaben der WMVO müssen konsequent umgesetzt werden.

Darüber hinaus braucht es eine Weiter-Entwicklung der WMVO, damit echte Mitbestimmung in allen Werkstätten gelebt werden kann.

Gerade im aktuellen politischen und gesellschaftlichen Klima, in dem Rechte von Menschen mit Behinderung infrage gestellt werden, finanzielle Kürzungen in der Eingliederungs-Hilfe drohen und Beleidigungen gegenüber Menschen mit Behinderung im Alltag zunehmen, ist Selbst-Vertretung wichtiger denn je.

Schaut euch den Film jetzt an!

🎬 https://www.youtube.com/watch?v=aXR4vc7ZWqk

Hinweis zur Beförderung

Der Caritas-Verein Altenoythe stellt im Landkreis Cloppenburg aufgrund der extremen Wetterlage morgen – Montag, 19.12.2022 – die Beförderung zu unseren Kindergärten und Schulen/Tagesbildungsstätte ein. Die Einrichtungen sind aber geöffnet!