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AutismusZentrum Friesoythe eröffnet

Beratung und Förderung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit Autismus

Ab sofort können Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit autistischen Verhaltensweisen sowie ihre Angehörigen das Angebot des AutismusZentrums Friesoythe nutzen. Das Fachteam, das sich aus Heilpädagogen, Sozialpädagogen, Erziehern mit autismusspezifischen Förderqualifikationen sowie einer Diplom-Psychologin zusammensetzt, hat sein frisch bezogenes Büro an der Wasserstraße 15 im Zentrum Friesoythes.

Gestern stellten Andreas Wieborg, pädagogischer Leiter des Caritas-Vereins Altenoythe e.V., und Gabriela Makkos, Leiterin des heilpädagogischen Kindergartens „Ich bin Ich“ in Altenoythe sowie des Fachbereichs Autismus, das neue Angebot vor. „Die Förderung von Kindern und Jugendlichen mit einer Autismus-Spektrum-Störung gehört bereits seit über 25 Jahren zum speziellen Aufgabenbereich des Caritas-Vereins und wurde als fester Bestandteil der fachlichen Arbeit und des Engagements kontinuierlich fortgeführt. Wir freuen uns, nun mit dem AutismusZentrum Friesoythe ein Angebot für Menschen mit Autismus außerhalb institutioneller Angebote des Caritas-Vereins zu schaffen.“, erklärt Andreas Wieborg.
Das AutismusZentrum Friesoythe versteht sich als Kontakt-, Beratungs-, Therapie- und Förderstelle. „Wir unterstützen Menschen mit Autismus, ihre Eltern, Familien und Bezugspersonen umfassend. Fachkräften und Einrichtungen, die Menschen mit Autismus begleiten, bieten wir Fortbildungen und Seminare zu verschiedenen Themen.“, fasst Leiterin Gabriela Makkos zusammen. „Unser Ziel ist es, Menschen mit einer Autismus-Spektrum-Störung früh und adäquat zu unterstützen, um ihnen Perspektiven auf ein möglichst selbstbestimmtes Leben zu eröffnen. Gleichzeitig ist es wichtig, Eltern und Angehörige zu stärken und ihnen beratend zur Seite zu stehen.“, fügt Gabriela Makkos, die seit 1993 beim Caritas-Verein im Bereich Autismus tätig ist, hinzu.

Mit dem neuen Angebot werden insbesondere auch Erwachsene mit einer Autismus-Spektrum-Störung, wie das Asperger-Syndrom, angesprochen. Denn mit zunehmendem Alter werden Probleme in zwischenmenschlichen Beziehungen und der dadurch bedingte Leidensdruck immer schwerwiegender. „Viele Menschen mit einer Autismus-Spektrum-Störung haben nicht gelernt, ihre eigene Besonderheit und Reaktionen ihrer Umwelt darauf einzuordnen. Umso wichtiger sind für sie die Erkenntnis, dass es eine Ursache für ihre Probleme gibt, und die Erfahrung, dass ihnen effektiv geholfen werden kann.“, so Makkos.
Das Fachteam kooperiert bei Bedarf eng mit begleitenden Fachpersonen und Einrichtungen, zum Beispiel Fachkliniken und -ärzten sowie Schule und Arbeitsplatz. Diese Hilfe kann in Übergangssituationen, wie beim Schulwechsel oder beim Berufsbeginn, besonders sinnvoll sein. Zudem werden Treffen für Eltern und/oder Angehörige in verschiedensten Formen zum Austausch und zur Information angeboten.