10 Jahre Sophie-Scholl-Schule in Lastrup

Am 9. September 2016 feierte das Team der Sophie-Scholl-Schule Lastrup ein kleines Jubiläum.

Vor 10 Jahren konnten wir in Lastrup den Anbau im Schulzentrum beziehen. Und dieses Ereignis hatten wir damals auch zum Anlass genommen, unserer Tagesbildungsstätte den Namen „Sophie-Scholl-Schule“ zu geben.
10 Jahre am Standort Lastrup – ein Grund zu feiern, einmal kurz inne zu halten, zurückzublicken, ein wenig Bilanz zu ziehen und vor allem Danke zu sagen.

Eingeladen waren die Vertreter der Gemeinde Lastrup, das Kollegium der Astrid-Lindgren Grundschule mit dem Schulleiter Herrn Niehaus, das Kollegium der Oberschule mit der Schulleiterin Frau Knabke, auch die ehemalige Schulleiterin Frau von der Beeke, Kooperationspartner, ehemalige Eltern, Schüler und Mitarbeiter sowie die jetzigen Eltern. Es sollte eine kleine lockere Veranstaltung werden. Es herrschte sommerliches Wetter, und so konnte das Fest bei strahlendem Sonnenschein draußen auf dem Spielplatzgelände bunt und unbeschwert gefeiert werden.

Frau Herzog aus der Grundschule und Frau Block, die Musikpädagogin der Sophie-Scholl-Schule haben mit den Schülern des kooperativen Musikunterrichts ein Lied zur Begrüßung eingeübt. Es erreichte sofort alle Herzen und stimmte die Atmosphäre fröhlich ein.

Frau Oltmanns, die Leiterin der Sophie-Scholl-Schule, begrüßte alle Gäste. Sie hielt in ihrer Ansprache einen kurzen Rückblick von der anfänglichen Idee, im Südkreis ein wohnortnahes Schulangebot zu schaffen für Kinder mit Förderbedarf im Bereich geistige Entwicklung, und zwar mit kooperativer Anbindung an eine Regelschule, bis zur Schulgründung in Lastrup. Sie dankte ausdrücklich der Gemeinde für die konstruktive Zusammenarbeit von Anfang an. Die Sophie-Scholl-Schule hat sich zu jeder Zeit willkommen gefühlt. Den Kollegien der Nachbarschulen dankte Frau Oltmanns für die vielfältigen Möglichkeiten der inhaltlichen Ausgestaltung des gemeinsamen Schullebens in all den Schuljahren. „In den Anfängen sprach noch niemand von Inklusion. Wir haben uns miteinander vorgetastet. Die Kinder der Sophie-Scholl-Schule waren da, und es wurde immer selbstverständlicher, dass sie dazu gehörten. Wir wuchsen alle immer mehr hinein in das, was miteinander möglich war, und es war wunderbar und mitunter auch überraschend zu erleben, was alles möglich war. Es war und ist ein miteinander lernen und voneinander lernen, von Schuljahr zu Schuljahr immer wieder anders.“ Das Team hatte auf Plakaten mit Fotos aus diversen Projekten und unterrichtlichen Kooperationen an einige Beispiele erinnert.

„Teilhabe durch Inklusion ist die Forderung der UN-Behindertenrechtskonvention, 2009 auch von Deutschland ratifiziert und damit zur Prämisse in allen gesellschaftlichen Bereichen geworden. Mit unserem Kooperationsmodell hier im Schulzentrum Lastrup gehen wir einen sanften Weg in diese Richtung. Das Ziel ist klar, aber der Weg ist noch lang. Und unterwegs soll möglichst niemand überfordert werden. Dabei gibt es durchaus hier und da Grenzen. In Lastrup gestalten wir Gemeinsamkeiten, soweit es möglich ist. Es gibt gemeinsame unterrichtliche Projekte – aktuell mit der Astrid-Lindgren-Schule im Bereich Sport und Musik. Wir feiern Feste zusammen, z.B. Karneval u.v.m., haben uns schon mal an einer Projektwoche der Oberschule beteiligt, sind den Hungermarsch mitgelaufen, zum Schulkinobesuch mitgefahren u.a.m. Nicht zuletzt geht es darum, einfach Begegnungen zu schaffen, um sich gegenseitig wahrzunehmen, mit dem Fremden oder der Vielfalt von Menschen vertraut zu werden und bei aller Unterschiedlichkeit miteinander leben zu lernen. „Soziale Teilhabe einerseits und Vermittlung sozialer Kompetenzen andererseits.“ Vielen Dank an alle Beteiligten aus den Kollegien für ihre Offenheit und ihr Engagement, z.B. für das mehr an Kommunikation und Organisation, ohne dass eine solche Zusammenarbeit nicht funktioniert. Und, ganz wichtig: sie basiert auf Freiwilligkeit. Herzlichen Dank.“

Die Schülerinnen und Schüler der Musikkooperation führten im Anschluss noch ein Theaterstück auf in Anlehnung an die Geschichte „Das Vier-Farbenland“. Bunt ist schön, bunt ist lebendig, alle waren mit Spaß dabei. Bei Grillwurst und Kaltgetränken ging es dann über zum gemütlichen Teil. Viele Erinnerungen wurden ausgetauscht und die Zusammenarbeit bekräftigt.

Es war ein schönes Fest!